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Gefährliche Hobbys

  • Bei Freizeitunfällen zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht.
  • Achten Sie darauf, dass die Versicherung auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist.
  • Die meisten Sportunfälle passieren beim Fußball, Volleyball oder Inlineskaten.
  • Sport im Verein sollte immer mitversichert sein.
  • Extremsportarten wie Wingsuit oder Basejumping müssen meist explizit versichert werden – das geht meistens nur über Spezialkonzepte.
  • Auch Taucher sind für die Versicherungen nicht die Norm.
  • Für Sportarten mit motorisierten Sportgeräten oder mit Pferden sollten Sie auch an eine Haftpflichtversicherung denken.
  • Als Freizeit-Sportler sollten Sie „Eigenbewegungen“ und „erhöhte Kraftanstrengung“ mitversichern.
  • Verschweigen Sie beim Abschluss einer Unfallversicherung keine Sportart, die Sie ausüben.

Ein Problem bei Unfällen in der Freizeit

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht. Stürzen Sie zum Beispiel beim Longboard-Fahren und brechen Sie sich den Arm, hilft nur eine private Unfall-versicherung. Sie sollten beim Abschluss einer solchen Police aber darauf achten, dass der Vertrag auf Ihr persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist, denn für Versicherungen ist die Grenze zum gefährlichen Hobby schnell erreicht.

Für besonders risikoreiche Freizeitbereiche müssen Sie sich auf jeden Fall zusätzlich absichern. Aber auch bei ganz „normalen“ Sportarten wie Fußball sollten Sie gut versichert sein: Die meisten Sportunfälle passieren nämlich tatsächlich beim Fußball und Handball.

Vereinssport

Üben Sie eine Sportart in einem Verein aus, sollten Sie fragen, ob in Ihrer Mitgliedschaft eine Unfallversicherung eingeschlossen ist und wie das Unfallrisiko bei der Teilnahme an Wettkämpfen oder Turnieren abgesichert ist. Bei manchen Sportarten ist bereits im vorgeschriebenen Startpass oder der Lizenz eine Versicherung vorhanden.

Wassersport

Sind Sie eine Wasserratte? Hier sind Sportarten wie Wellenreiten, Kiteboarden oder Windsurfen nicht unbedingt im Standard-Versicherungsschutz eingeschlossen. Vor allem Taucher setzen sich aus Sicht der Versicherung einer besonderen Gefahr aus, deshalb müssen Sie das Risiko eines Tauchunfalls auf jeden Fall extra absichern. Etwas anders sieht es aus, wenn Sie segeln oder Motorboot fahren. Dann sollten Sie nicht nur an die entsprechende Unfallversicherung denken, sondern auch an die Möglichkeit, dass Sie mit Ihrem Sportgerät anderen Personen oder Gegenständen Schaden zufügen können. Für diese Sportarten benötigen Sie deshalb auch eine Wassersport-Haftpflichtversicherung. Denn die Privathaftpflicht zahlt nur bei Schäden durch Boote, die mit Muskelkraft angetrieben werden.

Luftsport

Als Hobbypilot benötigen Sie eine besondere Unfallversicherung, nämlich die Luftfahrtunfallversicherung. Sie sorgt dafür, dass Sie im Ernstfall finanziell abgesichert sind.

Wintersport

Wenn Sie im Winter mit Board oder Brettern die Pisten unsicher machen, denken Sie ebenfalls an die Folgen eines möglichen Sturzes. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist das Verletzungsrisiko bei Wintersportarten relativ hoch, zum anderen ist die Gefahr groß, bei einem Unfall auch andere Menschen zu verletzen oder deren Eigentum zu schädigen. Als Wintersportler sollten Sie deshalb über ein passendes Versicherungspaket aus Unfallversicherung, Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung und Rechtsschutz verfügen. Grundsätzlich gilt für Sie als Sportler: Bei einer Unfallversicherung sollten Sie darauf achten, dass auch Verletzungen durch so genannte Eigenbewegungen versichert sind (siehe auch Tipps weiter unten). Insbesondere für Wintersportler ist diese Regel besonders wichtig, denn die meisten schweren Verletzungen entstehen bei einem selbst verursachten Sturz.

Reiten

Auch als Reiterin oder Reiter sollten Sie das Thema Versicherung umfassend angehen, denn es geht nicht nur um Sie, sondern auch um Ihr Pferd. Möchten Sie beispielsweise auch ein Tagegeld für die Versorgung Ihres Pferdes, wenn Sie sich aufgrund einer Verletzung oder gegebenenfalls eines Krankenhausaufenthalts nicht darum kümmern können? Ist es für Sie wichtig, auch einmal ohne Helm zu reiten und trotzdem versichert zu sein? Solche Fragen sollten Sie gewissenhaft beantworten und ein passendes Versicherungspaket für Sie zusammenstellen lassen, zu dem idealerweise auch eine Pferdehalter-Haftpflicht-Versicherung und ein Pferde-OP-Schutz gehört.

Motorsport

Wer als Motorrad-, Kart-, Quad- oder Autorennfahrer mit mehr als einem PS unterwegs ist, benötigt eine Motorsport-Unfallversicherung. Je nachdem, welche Art des Motorsports Sie ausüben, variieren die Konditionen. Fahren Sie Auto- oder Kart-Rennen, gelten in der Regel andere Tarife als für den Motorrad- oder Quad-Sport – oder auch für Moto-Cross. Wichtig: Es sollten nicht nur Rennen versichert sein, sondern auch Trainings- und Übungsfahrten. Haben Sie noch keine private Unfallversicherung, können Sie in der Regel auch eine Motorsport-Unfallversicherung abschließen, die zusätzlich den üblichen Unfallversicherungsschutz umfasst.

Die wichtigsten Begriffe für Sie als Sportler

  • Sie können eine Unfallversicherung abschließen. Der Beitrag bemisst sich nach Beruf, Hobby, Alter und natürlich dem Leistungsumfang. Die Höhe der Versicherungssumme legen Sie selbst fest, sie richtet sich nach Alter und Lebenssituation und der Frage, wie Sie bei einem Unfall auf jeden Fall versorgt sein möchten. Eine ausreichende Grundversicherungssumme, eine Progression mit einer entsprechend höheren Versicherungssumme für den Fall einer schweren Invalidität sind auf jeden Fall wichtig.
  • Die sogenannte Grundversicherungssumme ist der maximale Betrag, den die Versicherung im Falle einer Unfallverletzung mit dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung zahlt. Die Höhe der tatsächlichen Leistung richtet sich nach dem Grad der Invalidität.
  • Die Progression ist eine Zahl, die angibt, um wie viel Prozent sich die Versicherungsleistung bei einer besonders schweren Verletzung erhöht. Beispiel: Eine Progression von 200 Prozent bedeutet, dass sich Ihr Anspruch auf Entschädigung bis auf das doppelte der vereinbarten Grundversicherungssumme erhöht.
  • Das Krankenhaus-Tagegeld gibt an, wie viel Ihnen die Versicherung pro Tag bei einem Krankenhausaufenthalt zahlt.
  • Sind Sie über einen längeren Zeitraumhinweg arbeitsunfähig, zahlt die Versicherung in der Regel ein Genesungsgeld im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt.
  • Bei einigen besonders schweren Verletzungen, beispielsweise eine Erblindung oder Querschnittslähmung, erhalten Sie eine sogenannte Sofortleistung.
  • Sollten Sie einen Extremsport betreiben, könnte es sinnvoll sein, dass Sie für den Fall vorsorgen, dass Sie nach dem Unfall und der Genesung eine medizinisch sinnvolle Sporttherapie angehen. Diese Maßnahme zahlt die Versicherung – vorausgesetzt, Sie haben eine medizinische Sporttherapie im Versicherungspaket mit vereinbart.
  • Kosmetische Operationen unfallbedingter Verletzungen sind fast immer Bestandteil einer Unfallversicherung.
  • Das gilt ebenfalls für Such-, Rettungs- und Bergungsaktionen. Eine Besonderheit gilt für den Reitsport. Hier muss nach einem Unfall vielleicht auch das Pferd geborgen und transportiert werden.
  • Sinnvoll kann auch eine sogenannte Unfall-Hilfeleistung sein, die im Falle einer Invalidität die Kosten für Umbauten Ihres Zuhauses oder Ihres Autos übernimmt.
  • Die Todesfall-Leistung gibt an, welche Summe die Hinterbliebenen erhalten, falls Sie bei einem Unfall ums Leben kommen.

Vorsicht

Als Freizeit-Sportler sollten Sie möglichst sogenannte „Eigenbewegungen“ und „erhöhte Kraftanstrengung“ durch Ihre Unfallversicherung mitversichern. Denn Verletzungen, die ohne „von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis“ entstehen, sind normalerweise von der Unfallversicherung ausgeschlossen – es sei denn, sie werden gesondert versichert. Konkret bedeutet das, dass nachhaltige Verletzungen der Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln nur dann versichert sind, wenn dies im Unfallversicherungsvertrag gesondert aufgeführt ist.

Nichts verschweigen

Wichtig: Verschweigen Sie eine Sportart, kann der Versicherer Ihrer privaten Unfallversicherung im Schadensfall die Leistung ablehnen. Im Zweifel gilt:
Antworten Sie auf die Fragen des Versicherers lieber zu ausführlich als zu knapp.

Nichts verschweigen: Wenn Sie neu mit einer Risikosportart beginnen, die noch nicht in Ihrer privaten Unfallversicherung berücksichtigt ist, sollten Sie das Ihrer
Versicherung melden, um auf der sicheren Seite zu sein.

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Die Epona GmbH vermittelt Unfall/Berufsunfähigkeit und andere Personenversicherungen die sich im Leistungsumfang von marktüblichen Produkten abheben. Dabei erklären und analysieren wir, wie ein optimales Versicherungspaket für Sie aussehen könnte.