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Spende dient Aufbau eines neuen Forums

Schwarzwälder Bote, 07.05.2016, Birgit Heinig

Im "Klingelbeutel" fanden die zwei Musiker auch einen Dollar, ein englisches Pfund, eine griechische Drachme und fünf serbische Dinar, die aufgrund der Symbolik internationalen Geldes ebenfalls an Astrid Sterzel übergeben wurden.
Die Refugio-Geschäftsführerin ließ keinen Zweifel daran, dass die Spende sehr willkommen ist und gut gebraucht wird. Einfließen werde sie in die Finanzierung eines für Dezember geplanten offenen Forums, bei dem all jene Antworten auf ihre Fragen bekommen sollen, die sich mit Flüchtlingen und deren Schicksale beschäftigen.
Ein erstes Forum dieser Art war im April auf große Resonanz gestoßen und im Martin-LutherHaus erfolgreich veranstaltet worden. "Es wird immer schwieriger", sagte Astrid Sterzel gestern und meinte damit die Hilfe zu leisten, die traumatisierte Flüchtlinge benötigen und die nicht nur Geld, sondern auch Zeit kostet.
Man sei gefordert, im "Hauruck-Verfahren" Diagnosen zu stellen und Perspektiven niederzuschreiben. "Das ist belastend für uns alle", sagt Sterzel und macht ein weiteres Problem aus.
Bei Politikern herrsche der Irrglaube, dass ein ausgefüllter Fragebogen den – von jedem Einrichtungsleiter oder Sozialarbeiter vollziehbaren – Rückschluss auf eine Traumatisierung ermöglichen könne. Selbst wenn ein schweres Trauma von einem Arzt oder Psychologen erkannt wurde, schützt es inzwischen nicht mehr zwingend vor einer Abschiebung, obwohl nach den UN-Konventionen körperlich und seelisch kranken Flüchtlingen besonderer Schutz gewährt werden soll.

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