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Hilfe für Helfer in Geldnöten

Das neue Jahr beginnt für Refugio Villingen-Schwenningen mit einer großen Spende. Die Firma Jauch Quartz GmbH aus VS-Schwenningen gab 7500 Euro für die Flüchtlingshilfe. Detlev Seiler und Thomas Väth von der Geschäftsleitung der Firma überreichten die Spende an Refugio-Geschäftsführerin Astrid Sterzel.

Der Geldsegen kommt für Refugio zum richtigen Zeitpunkt. Bislang hat die EU Geld aus dem Europäischen Flüchtlingsfonds für die Arbeit von Refugio zur Verfügung gestellt. Für die Jahre 2015 bis 2017 hat die EU einen entsprechenden Förderantrag aber abgelehnt. „Weil die EU offenbar zu wenig Geld im Fördertopf hat“, sagte Sterzel. Damit fehlen insgesamt 180 000 Euro für das vergangene, das laufende und das kommende Jahr.

Über die Spende freute sich Sterzel: „Das ist die größte Einzelspende von Firmen und Privatpersonen, die, abgesehen von Zuwendungen für den Stiftungsstock, im vergangenen Jahr geleistet wurde.“ Das Geld werde für die Refugioarbeit für verletzte und traumatisierte Flüchtlinge verwendet. „Etwa 30 bis 40 Prozent aller Flüchtlinge sind psychisch belastet und benötigen psychologische Hilfe“, erklärte sie. Die Therapie gestaltet sich bei den Flüchtlingen insbesondere schwierig, weil die meisten eine dolmetschergestützte Psychotherapie benötigten.

Mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis arbeitet Refugio gut zusammen, sagte Sterzel. Refugio betreut daneben auch Flüchtlinge in neun weiteren Landkreisen. „Im vergangenen Jahr haben wir zwischen 180 und 200 Flüchtlinge betreut.“ Dabei beschränkt sich die Unterstützung nicht alleine auf psychologische Hilfe. Auch bei der Wohnungssuche oder Integration in Kindergärten oder in den Arbeitsmarkt sind die Refugiohelfer den Flüchtlingen behilflich.

Zur Finanzierung der Arbeit von Refugo leisten auch die Stadt Villingen-Schwenningen, der Schwarzwald-Baar-Kreis und das Land Unterstützung. Das Land zahlt für das vergangene und das laufende Jahr je 100 000 Euro. Der Landkreis bezuschusste die Arbeit mit im vergangenen Jahr mit 25 000 Euro. Die Stadt leistet Pauschalförderung, etwa mit dem Erlass der Kaltmiete für Büro- und Therapieräume.

Die Entscheidung von Jauch Quartz, die Kontaktstelle für traumatisierte Flüchtlinge mit der Spende zu beschenken war der Wunsch aller 120 Mitarbeiter, wie Seiler und Väth bei der Spendenübergabe betonten. „Es war den Mitarbeitern und uns ein Anliegen, eine regionale Einrichtung zu unterstützen“, erklären Seiler und Väth. Bereits im Sommer 2015 fiel die Entscheidung, anstatt Weihnachtspräsenten für die Kunden des Herstellers für frequenzgebende Bauteile und individuellen Batterielösungen einen guten Zweck zu unterstützen.

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