Willkommen bei Refugio Villingen-Schwenningen e.V.

Psychisches Elend nimmt weiter zu

Villingen-Schwenningen  -  Refugio betreut 150 traumatisierte Flüchtlinge. Zahlen steigen ständig, helfende Spender gesucht.

Ihre Hilfe ist notwendig und die Zahl der Hilfe suchenden Menschen steigt in einer Zeit, in der es an vielen Brennpunkten dieser Welt zu kriegerischen Auseinandersetzungen und immer auch zu Folter und Menschenrechtsverletzungen kommt: Refugio VS, einst entstanden aus einer ehrenamtlichen Beratungsarbeit für Flüchtlinge mit dem Herkunftsschwerpunkt Balkan, betreut aktuell etwa 150 Patienten im Jahr, die oft schwer traumatisiert sind. Um diesen Menschen helfen zu können, ist eine große Zahl an ehrenamtlichen Helfern engagiert dabei, allerdings werden zusätzlich viele ausgebildete Fachkräfte benötigt. Zur Zeit sind bei der Hilfsorganisation, die in der Schwedendammstraße 6 im Stadtbezirk Villingen ihren Sitz hat, mit Astrid Sterzel eine hauptamtliche Geschäftsführerin, die Sozialpädagogin Veronika Herz und Susanne Schupp als therapeutische Leitung beschäftigt. Unterstützt werden die drei Frauen in ihrer Arbeit von einer ganzen Reihe von Honorarkräften. Diese Kräfte, vier Therapeuten und etwa 20 Dolmetscher, werden bedarfsweise eingesetzt. „Der Bedarf ist da und steigend“, sagt Astrid Sterzel, denn außerhalb der großen Städte gebe es im Südwesten des Landes im ländlichen Raum keine weitere Kontaktstelle für traumatisierte Flüchtlinge. Und so kommt es, dass man in Villingen für etwa zehn Landkreise zuständig ist.

Um diese Kräfte finanzieren zu können, sei man bei Refugio mehr denn je auf Spenden und auf Fördermitglieder angewiesen. Zwar erhalte man vom Land wie auch vom Kreis Zuschüsse und auch aus europäischen Fördertöpfen gebe es Finanzmittel, aber etwa ein Drittel der jährlich anfallenden Kosten müssen privat beschafft werden. Deshalb freut man sich bei Refugio über jede Spende, die den Verein erreicht, insbesondere, da man, bedingt durch die selbstgestellten Aufgaben der Betreuung und die sensible Handhabung derselben, nicht so sehr im öffentlichen Fokus steht. Grund zur Freude hatten die Flüchtlingshelfer, als man aus den Händen von Karl-Heinz Richstein eine Spende von 675 Euro in Empfang nehmen konnte. Dieser Betrag stammt aus einer Sammlung, die anlässlich eines gemeinsamen Gottesdienstes der Klinikseelsorger des Landes angeregt worden war.

Der Überbringer der Spende hatte den Villinger Verein ins Gespräch gebracht und die Gemeinschaft hatte sofort zugestimmt, das Geld für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Auch die Klinikseelsorge fuße stark auf privatem Engagement und auch für diesen gemeinnützigen Zweck würden laufend ehrenamtliche Betreuer gesucht, erläutert der Seelsorger die eigene Aufgabe.

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Refugio Villingen-
Schwenningen e.V.

Psychosoziales Zentrum für traumatisierte
Flüchtlinge